Wachsam sein!

Und irgendwann läuft Ihre „Ernährungsumstellung“ und Sie merken plötzlich, dass Sie bereits seit einigen Wochen sauber gegessen haben. So sauber wie schon lange nicht. So sauber wie noch nie vielleicht. Jetzt gilt es wachsam zu sein. Ständig kommt Ihr Gehirn angeschlichen und versucht, Ihnen Steine in den Weg zu legen.

In der ersten Phase versucht Ihr Hirn vielleicht noch, Sie zum Essen anzustiften. Da ist die Rede davon, sich doch mal wieder was zu „gönnen“, mal wieder „halblang“ zu machen. Doch mal wieder ’n bisschen Junk zu essen. Bevor ich’s vergesse: Ich esse immer noch Junk. Halt nur wie so’n Dünner: Am Wochenende mit den Kindern unterwegs? Die Kinder wolln ein Eis? Bin ich dabei. Nur: Ich esse das Eis ohne viel Genuss, ohne Vorfreude, ohne danach gleich noch eins zu wollen. Es gilt, einen Job zu erledigen.

Sie denken: „Das ist aber traurig. Essen soll doch auch Genuss sein.“

Darum bin ich fett.

Bei mir ist dieser Genuss entglitten. Irgendwann wird der Genuss zur Sucht. Zur Ersatz-Befriedigung. Irgendwas in Ihrem Kopf treibt Sie dazu an, sich immer mehr reinzustopfen. Irgendwann sind Sie so weit, dass Sie auf Stress mit Appetit reagieren. Sie kriegen dann plötzlich Appetit auf ’nen Döner, statt sich Gedanken zu machen, wie Sie irgendein Problem lösen können.

Es gibt aber noch weitere Levels, wenn’s mal ’ne Weile bei Ihnen gut läuft.

Wenn das Hirn es schon nicht schafft, Sie zum Fressen zu animieren, achten Sie mal drauf, wie viel Sie sich im Alltag bewegen. Ich hab das grad ganz akut gemerkt, dass ich mittlerweile den ganzen Tag über noch mehr sitze, als ich es eh schon tue. Ich komme in die Firma, setze mich hin, stehe zum Mittag wieder auf, setze mich nach der Pause wieder hin und stehe erst zum Feierabend wieder auf. Das sind seeehr lange Sitzphasen. Jetzt wo ich drüber schreibe, merke ich, dass ich außerdem noch sehr viel seltener auf die Toilette gehe, als ich es sonst tue. Darum gehe ich jetzt abends immer noch ’ne Runde spazieren. Und wenn’s nur ’ne halbe Stunde ist.

Ziehen Sie sich außerdem warm an: Ihr Körper wird nämlich versuchen, Energie zu sparen. Ihnen wird kalt. Sie werden häufiger frieren. Dagegen helfen Kaffee und Tee. Und Bewegung natürlich. Am besten machen Sie ganz bewusst „Bewegungs-Pausen“, in denen Sie sich kurz die Beine vertreten. Man sollte generell nie länger als ’ne Stunde am Stück sitzen. Stehen Sie kurz auf, vertreten Sie sich die Beine und Sie sollten sowohl das Weniger-Bewegen als auch das Frieren in den Griff bekommen.

Und achten Sie auch auf weitere Symptome, die Sie an sich wahrnehmen. Und überlegen Sie vor allem, was Sie dagegen tun können. Ihr Körper ist da sehr kreativ. Zum Glück (aber das ist eine andere Geschichte).

7 Kommentare zu „Wachsam sein!

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